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Bericht aus der Forschung im Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen

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Kinder mit einer Rechenstörung und deren Eltern sowie betroffene
Erwachsene leiden oft schwer unter den teilweise vielfältigen Folgen
dieser Entwicklungsstörung. In der Regel besteht deren Behandlung aus
lerntherapeutischen sowie psychotherapeutischen Maßnahmen, insbesondere
dann, wenn der Leidensdruck unerträglich geworden ist. 
Doch was passiert eigentlich ganz grundsätzlich im Gehirn, wenn wir
Zählen oder Rechnen? Und lassen sich numerische Defizite im Gehirn
erkennen bzw. können die Effekte einer therapeutischen Behandlung auch
auf neuronaler Ebene im Gehirn nachgewiesen werden?

Der folgende Artikel von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für
Wissensmedien in Tübingen sowie des Landeskrankenhauses Hall in Tirol
versucht diese Fragen allgemeinverständlich zu beantworten. Er beschreibt
dazu den aktuellen Stand der Forschung und liefert einen Einblick in neue
Entwicklungen und Untersuchungen.

 

Zahlen, Rechnen und das Gehirn:

Können neurokognitive Befunde zu einem besseren Verständnis des Rechnens und der Rechenstörung beitragen?

Stephanie Roesch1, Elise Klein1, Liane Kaufmann2 & Korbinian Moeller1,3,4

1Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen
2Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie A, Landeskrankenhaus Hall, Hall in Tirol 3Fachbereich Psychologie, Eberhardt-Karls Universität, Tübingen
4LEAD Graduiertenschule, Eberhardt-Karls Universität, Tübingen

Kontakt: Dr. Stephanie Roesch, Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstr. 6, 72076 Tübingen, email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

1 Von Zahlen und ihrer Bedeutung für unser Alltagsleben

Ein gutes Verständnis für Zahlen sowie grundlegende Rechenfähigkeiten sind von entscheidender Bedeutung, um in unserer Gesellschaft den Alltag erfolgreich meistern zu können. Denn Zahlen begegnen uns täglich in den unterschiedlichsten Situationen – sei es beim Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. beim Lesen der Fahrpläne und beim Abschätzen der Fahrzeit), im Haushalt (z.B. beim Backen eines Kuchens) oder bei der Einnahme von Medikamenten (z.B. 3-mal täglich 5 Tropfen eines Medikamentes mit 200 ml Wasser gemischt trinken). Daher ist es wenig verwunderlich, dass Menschen mit einer Rechenstörung1 in ihrem schulischen und beruflichen Werdegang maßgeblich beeinträchtigt sind (Duncan et al., 2007). Nach einer aktuellen Studie von Fischbach und Kollegen (2013) sind von einer solchen Rechenstörung bis zu 5% der deutschen Zweit- bis Drittklässler betroffen. Diese Kinder haben schon beim Lösen relativ einfacher Additions- und Subtraktionsaufgaben Probleme (z.B. 6 + 9 = ?). Entscheidend ist dabei jedoch,